Kanada 2007

 

Bis jetzt hat uns zur kompletten Durchquerung Kanadas immer noch der Teil Toronto - Newfoundland gefehlt. Dieses Jahr haben wir nun diese Strecke in Angriff genommen. Startpunkt war Halifax, von dort ging weiter ostwärts bis St. John der Hauptstadt Newfoundlands. Anschließend fuhren wir durch die Provinzen Nova Scotia, New Brunswick, Quebec und Ontario  bis nach Toronto.
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Nova Scotia

nova scotiaEin Naturschauspiel der besonderen Art bietet die Bay of Fundy. Im Osten läuft die Bay of Fundy in zwei Arme aus, die Chignecto-Bucht und den Minas-Kanal. In diesen Armen läuft das Hochwasser besonders hoch auf und erreicht 16 Meter Tidenhub bei Normalhochwasser und bis zu 21 Meter Tidenhub bei Springflut, was die höchsten Tidenunterschiede der Welt sind.
Eine weitere Sehenswürdigkeit sind die Festungsanlagen von Halifax und Louisbourg.  Alle europäischen Kriege des 18. Jahrhunderts wurden mit der gleichen Härte auch hier in Nordamerika geführt, z.B.:

  • Der Spanische Erbfolgekrieg 1701 - 1714

  • Der Österreichische Erbfolgekrieg 1740 - 1748

  • Der Siebenjährige Krieg (Dritter Schlesischer Krieg) 1756 - 1763

Deshalb wurden von englischer wie französischer Seite riesige Befestigungsanlagen gebaut. Halifax war die englische Antwort auf die französischen Festung Louisbourg. Allerdings wurde Louisburg  im Siebenjährigen Krieg von den Engländern bis auf die Grundmauern geschleift.
Bis heute wurde etwa ein Viertel der alten Festung originalgetreu wieder hergerichtet. Im Sommer bevölkern über 100 Statisten in Kleidern des 18. Jahrhunderts die Anlage.

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Newfoundland

newfoundland and labradorSchon auf der Anreise wurden wir belehrt, dass sich die Einwohner Newfies nennen und man das Wort Newfoundlander vermeiden sollte.
Newfoundland wurde schon von den Wikingern entdeckt. In L'anse aux Meadows wurden die Überreste dieser Wikingersiedlung entdeckt. Bei unserem Besuch war der Wikinger Leif Eriksen zufälligerweise anwesendWink und hat uns in seine Behausung eingeladen.
Die Musik der Newfies hat irische und schottische Wurzeln. Vorallem die Lieder des Eddie Coffey  gefielen uns. Hier eine Hörprobe auf Youtube.
Am 26. April 1497 landete John Cabot, ein Italiener in englischen Diensten, als erster namentlich bekannter Europäer im heutigen Kanada. Dort stieß er auf den Stamm der  Beothuk. Diese Indianer hatten die Angewohnheit sich und ihre Kleidung mit Ocker einzureiben. Dies soll Cabot dazu veranlasst haben, sie Rothäute zu nennen.  Diese Bezeichnung wurde schließlich dann auf alle nordamerikanischen Indianer übertragen. Die Beothuk wurden im 19. Jh. volkommen ausgerottet.
Leider haben wir in Newfoundland keinen vierbeinigen Neufundländer gesehen. Dafür haben wir eine wunderschöne Legende über die Erschaffung der Neufundländer gefunden.

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New Brunswick

new brunswickDer Name geht auf das deutsche Fürstentum Braunschweig-Lüneburg zurück, über das der englische König Georg III. Ende des 18. Jhs in Personalunion herrschte.

Im Siebenjährigen Krieg (1756-1763) eroberten die Engländer das Gebiet von New Brunswick und vertrieben den Großteil der akadischen Bevölkerung. In einer Nacht und Nebel Aktion wurden die Akadier auf Schiffe getrieben und deportiert. Die Familien wurden auseinander gerissen. Man lud dann die Flüchtlinge irgendwo an der Küste der heutigen USA aus. Einige wurden zurück nach Frankreich gebracht. In dieser Situation bewährte sich die Freundschaft mit den Indianern. Die Akadier, die fliehen konnten, wurden von den Mi’ kmac-Indianer in die Wälder gebracht und somit dem Zugriff durch die Engländer entzogen.
Die Franzosen haben die First Nation als gleichberechtigt angesehen. Die französischen Waldläufer haben indianische  Frauen geheiratet und getreu dem alten Bibelwort: “Seid fleißig und mehret Euch“ mit sehr viel Liebe und Hingabe eine neue Rasse fabriziert, die Metis.
Die Metis werden heute  als Ureinwohner angesehen und haben alle besonderen Rechte, die auch der First Nation zustehen. Heute zählen sich knapp 300 000 Personen zu den Metis (von 976.000 Menschen, die sich als First Nation verstehen)

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Quebec

quebec6,4 Millionen Kanadier verwenden Französisch als Muttersprache (Stand 1996). Gerade hier in Quebec sprechen die Menschen ungerne englisch. Anscheinend auch aus Angst sich bei der Aussprache zu blamieren. Wir haben uns immer zuerst für unser "poor English" entschuldigt mit dem Hinweis, dass wir aus "Allemagne" kämen. Damit war das Eis gebrochen und jederman hat sein Schulenglisch hervorgekramt.
Hier haben wir diesmal den Höhepunkt des Indian Summers erlebt.

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Ontario

ontarioIm Museumsdorf Upperkanada gab es zum Saisonschluss nochmals einen großen Aktionstag. Es war schon interessant, mit welchen Hilfsmittel sich die Siedler behelfen mussten.
Zum Abschluss wurden wieder die Niagarafälle besichtigt. Dieses Mal fuhren wir auch entlang des  gesamten Niagara-Fluss vom Erie-See zum Ontario-See.

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kanada

 BuHead

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Louisburg1

 

PeggysCove

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CapBreton2

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